Facebook-Check bei der Bewerbung? Auf das achten Personaler wirklich

Noch immer stellt sich die Frage: Sehen sich Personaler im Recruitingprozess tatsächlich die privaten Social-Media-Profile wie Facebook etc. der Bewerber an? Ganz klar: JA!

Recruiter wollen mit dem Facebook Check herausfinden, ob Ihr privater Auftritt im Internet mit jenem Eindruck, den Ihre Bewerbung vermittelt, übereinstimmt. Dabei geht es vor allem auch um Spuren von sehr provokativem und unangemessenem Verhalten oder augenscheinlich übermäßigem Alkoholkonsum. Natürlich kann man die Privatsphäre-Einstellungen ganz einfach ändern, so dass fremde Personen nur sehr wenige Informationen sehen können.

Aber: das Profilbild bleibt trotzdem für jeden sichtbar, also auch für Recruiter.

Achten Sie daher auf ein paar einfache Regeln für das Profilfoto, die für die Jobsuche durchaus behilflich sein können!

Urlaubsfotos im Bikini oder in der Badehose als auch Partyfotos sind natürlich ein NoGo. Generell ist es am besten, wenn Sie alleine auf dem Foto sind, das heißt auch ohne Katze und ohne die süße Nichte. Der Fokus des Bildes sollte auf Ihrem Gesicht liegen.  Am besten machen Sie das Bild vor einem ruhigen, einfarbigen Hintergrund. Die Kleidung sollte dem Wunschberuf angemessen sein, mit einem netten Lächeln ist man auch immer auf der sicheren Seite. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie das Bild von einem professionellen Fotografen machen lassen, das muss aber nicht unbedingt sein. Mit einer guten Kamera und dem richtigen Licht bekommen Sie das auch selber hin (zudem geht es ja „nur“ um das Bild Ihres Social-Media-Profile, nicht um die Bewerbung selbst).

Übertreiben Sie es also nicht, bleiben sich treu und vor allem: seien Sie authentisch. Das heißt: Lassen Sie die Finger von zu vielen Fotofiltern und retuschieren Sie nicht bis zur Unkenntlichkeit, denn Natürlichkeit wirkt auf jeden Fall am besten!

Recruitern geht es beim Facebook- und Social Media Check darum, mehr über den Bewerber zu erfahren als nur im Lebenslauf. Recruiter wollen Bewerber auch zunehmend persönlich kennen lernen. Aber es kommt vor, dass Recruitern nicht alles gefällt, was sie sehen. Dann kann es schnell passieren, dass Ihre Aktivitäten auf diversen Social Media Plattformen zum Ausschlusskriterium werden. Immer mehr Arbeitgeber geben an, schon mal Inhalte von Bewerbern im Netz gefunden zu haben, die sie daran gehindert haben, den Kandidaten einzustellen. Das sind die häufigsten Gründe dafür:

  • der Bewerber postet provokative oder unangemessene Fotos oder Informationen,
  • Postings oder Bilder über den eigenen Alkoholkonsum bzw. über Drogenmissbrauch,
  • der Bewerber verfügt über schlechte Kommunikations- bzw. Rechtschreibkenntnisse,
  • der Bewerber äußert diskriminierende Kommentare gegenüber anderen Personen.

Es geht aber auch andersrum! Sie können Ihren eigenen Social Media Auftritt auch zu Ihrem Vorteil. So kann man sich Pluspunkte beim zukünftigen Arbeitgeber sichern:

  •  
  • das Profil des Bewerbers hinterlässt den Eindruck, dass er oder sie sch gut mit der Unternehmenskultur identifizieren kann,
  • die Hintergrundinformationen des Bewerbers unterstützen die beruflichen Qualifikationen,
  • der Bewerber zeigt sich auf einem professionellen Profilbild,
  • aufgrund der Informationen und Postings kann man erahnen, dass der Bewerber eine hohe Bandbreite an verschiedenen Interessen hat, die zum Unternehmen passen.

 

Noch ein Profitipp:

Erstellen Sie ein aussagekräftiges LinkedIn-Profil. Wenn Ihr Name gegoogelt wird ist es wahrscheinlich, dass Sie an erster Stelle angezeigt werden – also noch vor Facebook und anderen Seiten.

Es ist nahe liegend, dass sich Recruiter über die virtuellen Tätigkeiten ihrer potenziell zukünftigen Mitarbeiter vorab informieren. Achten Sie daher immer darauf, welche Informationen Sie über sich im Netz preisgeben wollen oder was Ihnen bei der Jobsuche eventuell schaden könnte. Af der sicheren Seite sind Sie in jedem Fall, wenn Sie manche privaten Inhalte nur für sich selbst und ihre Freunde sichtbar machen und die Einstellungen zur Privatsphäre regelmäßig überprüfen.


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