Mein Besuch auf der connecticum Berlin: Der ganz normale Jobmesse-Wahnsinn

Heute habe ich die Berliner Jobmesse connecticum (www.connecticum.de) besucht. Vier Tage lang stellen 400 Unternehmen Ihre 25.000 offenen Jobs den tausenden Besuchern vor. Die Aussteller wechseln täglich. Es gibt kostenlose Getränke und Snacks, unzählige Merchandiseartikel, Services für Bewerbungsfotos, Make Up, Popcorn, Nagellack, Papp-Tischtennis und frozen Yoghurts mit Müsli-Toppings. Also alles, was der jobsuchende Absolvent von heute so braucht.connecticum jobmesse

Es ist ein Kampf um Bewerber und Bewerberinnen. Die Veranstalter und die ausstellenden Unternehmen zahlen und machen alles dafür, Talente zu finden und Menschen zu animieren, sich bei den Unternehmen zu bewerben. Der Besuch der Messe ist für alle Interessenten kostenlos, die Positionen sind attraktiv, die Personalisten stets engagiert und freundlich.

Aber nicht alle Besucher nutzen die einmalige Chance, mit den Recruitern der grössten Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Situationen, in denen vermeintliche Bewerber/-innen nur zum Stand kommen, um Merchandise-Artikel abzugreifen sind die Regel, enttäuschte Gesichter, wenn es nur Kugelschreiber und Blöcke gab, kein Einzelfall.

Mein persönliches Highlight war ein Gespräch zweier tischtennisspielender Männer:

A: „Mann, ich treff hier nix, lass uns doch gleich mal noch ne Gratis-Cola holen und kickern (à Tischfussball) gehen.“

B: „Ok, aber vorher besorgen wir uns noch Popcorn und Eis“

Als Personalistin blutet mir hier das Herz, war es doch mal ich selbst, die als Ausstellerin auf Jobmessen Jobs und mein ehemaliges Unternehmen angepriesen habe. Auch wir haben damals weit mehr Werbemittel ausgegeben als wir Bewerbungen erhalten haben. Man steht dort stundenlang, tagelang, lächelnd, versucht Leute für sich zu gewinnen und es scheint keinen zu interessieren. Wobei – fast keinen, denn die wenigen guten Gespräche, die man am Ende des Tages mit Menschen hatte resultieren dann oft in guten Bewerbungen und bringen schlussendlich motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ins Unternehmen.

Mein Tipp: Besuche doch mal eine Jobmesse und sprich mit den Recruitern. Die wissen genau, welche Positionen an welchen Standorten gerade gesucht werden und wie Du Dich am besten bewerben sollst. Wie mein Giveaway-Glückskeks heute bereits prophezeite: Ende gut, alles gut.

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Updated: 8. Mai 2015 — 15:21

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